Die Entstehung des Hanseatischen Hockey-Clubs

Der Hanseatische Hockey-Club wurde im Sommer 1925 als reiner Hockeyverein gegründet. Als Platz stand dem jungen Verein zuerst nur die Wiese eines Bauern zur Verfügung. Gespielt wurde mangels eigenen Platzes nur auf den Plätzen der Gegner. Später wurde ihm dann ein Sandplatz an der Stoteler Str. zugewiesen. Da es am Platz selbst kein Clublokal gab, wurde als dieses das in der Nähe liegende Gasthaus „Mutter Meyer up`n Barg“ gewählt. Durch Werbung im Bekannten und Verwandtenkreis konnte der Verein bald 3 Herren-, 1 Damen- und 1 Knabenmannschaft aufstellen. Schon in der Vorkriegszeit begann die Wanderschaft des Vereins. Im Jahr 1932 wurde der Verein auf den ehemaligen Sportplatz des Bremer HC an der Munte verlegt. 1934 ging es dann nach Grambke, wo sich die Spur zunächst verlor. Durch die Kriegsjahre wurde der Verein zerschlagen.

Im Jahr 1947 fanden sich einige Unentwegte wieder zusammen und begannen mit dem Neuaufbau des Vereins in Walle, wo ihm auf dem Sportgelände „Am Hohweg“ ein Platz zur Verfügung gestellt wurde. Die neu gegründete Jugendabteilung bestand nach kurzer Zeit bereits aus 5 Mannschaften. Daneben gab es noch 2 Herrenmannschaften. Auf Grund sportpolitischer Maßnahmen musste der Hanseatische Hockey-Club im Jahre 1952 zur Hanseatenkampfbahn in Woltmershausen umziehen. Mit dieser Maßnahme, nämlich Trennung von Sportgelände und Wohngebiet gerade der jugendlichen Mitglieder, begann der Niedergang des Vereins. Im folgenden Jahr verblieb nur noch eine Herrenmannschaft., die Jugendabteilung war zerstört. Kaum ein Jugendlicher hatte ein Fahrrad, Busse und Straßenbahn waren keine geeignete Alternative, um am Trainings- und Spielbetrieb dort

teilnehmen zu können. Aber auch diese Sportanlage musste im Jahr 1965 wieder verlassen werden, so dass die verbliebene Herrenmannschaft plötzlich ohne Platz dastand. Auf Grund guter Beziehungen konnte dann auf den Plätzen von Bremen 1860 in der Pauliner Marsch trainiert werden. Allen Widrigkeiten zum Trotz wurde dann aus den Frauen und Freundinnen der Spieler der Herrenmannschaft eine Damenmannschaft gegründet. Diese war diese bald das Aushängeschild des Vereins und wurde in den 70-iger Jahren zu einer der stärksten in Bremen. In diesen Jahren nahm sie mehrmals an den Spielen um die Deutsche Feldhockeymeisterschaft teil. Obwohl der Verein in den Jahren von 1965 bis 1971 ohne eigenen Platz war, nahm man weiterhin an den Meisterschaftsspielen teil, ausnahmslos auf den Plätzen des Gegners.

Die jahrzehntelange Wanderschaft hatte im Jahr 1971 endlich ein Ende, als dem Verein ein Platz auf der Bezirkssportanlage in Bremen-Findorff zugewiesen wurde. Seit 1997 spielt man dort sogar auf einem Kunstrasenplatz. Seit der Verein in Findorff heimisch geworden ist, wurde systematisch versucht, die Jugendabteilung neu aufzubauen, und im Jahr 2017 hatte der HHC mittlerweile ca. 120 aktive Spieler und Spielerinnen.

Weitere Informationen: Festzeitschrift zum 50. jährigen Bestehen des HHC (Download)
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